Ehrenamt ist nicht immer Ehrenamt

Ehrenamt ist nicht gleich Ehrenamt. So hat der Bundesfinanzhof mit seinem Urteil vom 17.12.2015 entschieden. Der Begriff der Ehrenamtlichkeit ist demnach in einer öffentlich-rechtlichen Satzung nicht für die steuerliche Würdigung erheblich.

Und was bedeutet das genau? Da der Begriff des Ehrenamts sich weder aus einer konkreten Rechtsvorschrift noch aus einem Gesetz ergibt, fehlte bislang eine Klarstellung. Diese folgte in diesen Tagen mit Hilfe eines BMF-Schreibens, dass die Ehrenamtlichkeit genauer definiert.

Danach ist unter Ehrenamtlichkeit, im öffentlich-rechtlichen Bereich, die unentgeltliche Mitwirkung bei der Erfüllung öffentlicher Aufgaben zu verstehen, die außerhalb eines haupt- oder nebenamtlichen Dienstverhältnisses stattfindet. Steuerlich ist dies insoweit relevant, als dass die Umsatzsteuerbefreiung sowie die Einkommensteuerbefreiung für diese Tätigkeiten davon abhängen.

Immerhin gibt es auch insoweit gute Neuigkeiten vom BMF, als dass man sich innerhalb eines Übergangszeitraums bis 31.12.2018 noch auf öffentlich-rechtliche Satzungen berufen kann.

 

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